Podcasts produzieren und veröffentlichen – eine Anleitung & TOP Links

podcasting.jpgPodcasts sind ein weiterer Bestandteil des interaktiven Web 2.0. Dazu zählen Wiki-pedias, Blogs und eben auch Podcasts. In diesem Artikel möchte ich beschreiben, wie man selber Podcasts produzieren kann, wie man sie veröffentlicht und wie man einen Podcast finanzieren kann. Im Frühjahr 2004 realisierten der Programmierer Dave Winter und der Ex- MTV- Moderator Adam Curry ihre Idee, multimediale Dateien Abonnierbar zu machen. Innerhalb von nur 4 Wochen entwickelte Dave Winter ein Programm, das die automatische Verbreitung von Audio und Videodateien verband, das sog. RSS - Feed. Dies ist eine Art „News-Tabelle“, in die neue Nachrichten und Informationen eingeschrieben werden und dann von RSS Fähigen Programmen ausgelesen werden. Adam Curry betreibt mit seinem „Daily Source Code“ immer noch den wichtigsten und erfolgreichsten Podcast, den es gibt. Podcasts lassen sich mittlerweile durch sämtlichen Mediaplayer verwalten. Mit der Version 4.9 am 28. Juni 2005 wurde auch iTunes auch für Podcaster interessant. Apple hat hier den neuen Trend aufgegriffen und ihn in seine Software integriert.

PodcastingPodcasts produzieren

Grundausstattung: Mikrofon, Vorverstärker und einen Computer mit Audiointerface und entsprechender Software(Wavelab, Pro Tools, etc.).

Es ist beim Produzieren von Podcasts nicht notwendig, in einer Sprachkabine eine absolut sterile Aufnahme zu erstellen. Wichtig ist eben nur eine gute Sprachverständlichkeit. Viele Podcaster nehmen aufgrund von zu hohen Lüftergeräuschen des Computers auf einem MP3 Player oder MD Recorder auf. Der Computer dient nur zum Schneiden und zur weiteren Nachbearbeitung. Es gibt grundsätzlich zwei Arten, einen Podcast zu erstellen. Die erste Möglichkeit ist das Produzieren „on the fly“. Das Aufnahmegerät(MD- Recorder, MP3 Player, etc.) wird gestartet. Wir sprechen nun den Inhalt ein und zu den richtigen Stellen mischen wir quasi Live über ein kleines Mischpult eventuelle Musiken, Intros und Outros etc. vom CD – Player als Zuspieler ein. Nach diesem Durchlauf ist der Podcast auch schon fertig. Natürlich kann man jetzt noch Störgeräusche herausschneiden oder zu lange Pausen kürzen. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass man sich grundsätzlich für eine Nachbearbeitung entscheidet. Es werden Geräusche, Musiken oder Intros an die richtigen Stellen in einer Audiobearbeitungssoftware wie Wavelab, Cubase oder Pro Tools etc. platziert. Dazu kommt dann der Sprechertext, welcher noch geschnitten werden kann. Wichtig ist es, natürliche Pausen zu beachten.

Der Feinschliff

In einem finalen Mastering können grundsätzlich Frequenzen unter 100 Hz weg. Die Höhen können zur besseren Sprachverständlichkeit angehoben werden. Eine Kompression der Sprache ist auf jeden Fall sinnvoll, weil ja ein Podcast meistens unterwegs oder „nebenbei“ gehört wird.

Podcasts veröffentlichen

Zur Veröffentlichung ist eine adäquate Benennung wichtig:

So könnte man einen Podcast mit einem Kürzel wie SIM für schlaflos in München verwenden. Dazu die Nummer der Folge und das Thema der Sendung.

SIM #013: Neulich auf dem Oktoberfest

Auch das ID3 Tag sollte vervollständigt werden. Dies geht in i-Tunes recht gut.

Aus der MP3 wird ein Podcast: Podhost:Wenn ich mir keine Arbeit mit dem Erstellen eines RSS Feeds machen will, und ich auch sonst nicht viel Mit uploads und FTP zu tun haben möchte, empfiehlt es sich die Dienste von Podhost in Anspruch zu nehmen. Podhost rechnet nach dem Volumen der hochgeladenen Podcasts ab. Es ist dabei egal, wie viel Traffic durch die Hörer entsteht. 30 MB pro Monat sind sogar kostenlos. Da es jeden Monat weitere 30 MB gibt, ist dies ein sehr gutes Angebot, das sich vor allem für Einsteiger von Vorteil erweist. Dazu hat man auch gleich eine eigene Homepage, die Platz für Beschreibungen der Podcasts und Kommentare der Hörer lässt. Podblogger: Die etwa anspruchsvollere aber flexiblere Variante, einen Podcast mit einem RSS Feed zu erstellen, ist Podblogger. Man benötigt hierzu auf jeden fall einen eigenen Webspace mit mindestens 40 MB Speicher. Nach einer kurzen Installation der Software auf dem Webspace selber, wird automatisch ein RSS Feed programmiert. Die Software sowie eine gute Beschreibung finden man auf der Seite: www.podblogger.de. Nun kann man seine MP3 Dateien mit einem PHP Script auf seinen Webspace laden. Die hochgeladenen Dateien sind dann sofort in dem Feed gelistet. Jeder neu erstellte Podcast sollte geprüft werden, bevor er ins Netzt geht. Dies geht über die Seite: www.feedvalidator.org Eintrag in Podcastverzeichnisse

Um einen Podcast bekannt zu machen, muss er in möglichst vielen Verzeichnissen auftauchen. Hier sollte man seinen Podcast möglichst genau und wahrheitsgemäß beschreiben. Ein potentieller Hörer soll dadurch neugierig werden.

Podcast in iTunes integrieren

I-Tunes ist das Podcastverzeichnis Nummer eins. Hat man einen Acount für den i-Tunes Store, so kann man dort auch seinen Podcast einreichen. In Deutschland sollte ein Podcast zusätzlich zu i-Tunes auch noch unbedingt bei podster.de eingetragen werden. Auf all diesen Seiten gibt es Formulare, in die man persönliche und inhaltliche Angaben, ein e-mail Adresse sowie den RSS Feed eintragen muss.

Geld verdienen mit Podcasting

Man kann versuchen, private Sponsoren zu gewinnen. Dies hängt nicht zuletzt von dem Inhalt des Podcasts ab. Ein Podcast für Freunde des Guten Tropfens(Wein) würde sich vorzüglich für dezente Werbung eignen. Der Podcast richtet sich nämlich an eine sehr spezielle Zielgruppe, die sich kaum besser erreichen ließe. Hier würde sich eine Kooperation mit einer Weinkellerei als sehr gewinnbringend für beide Seiten erweisen. Hat man eine eigene Homepage, so kann man auch mit Google AdSense einiges an Gewinnen generieren. Bei 200 Besuchern pro Tag lassen sich hier durchaus monatliche Gewinne von mehreren Hundert Dollar erzielen. Hierzu muss man sich lediglich bei Google AdSense anmelden. Die Registrierung für hierfür ist jedenfalls kostenlos und einen Versuch ist es immerhin Wert. Sobald auszahlungswürdige Gewinne erwirtschaftet wurden, wird das Geld auch tatsächlich überwiesen.

Die Rechtliche Seite

Podcating fällt weniger unter das Senderecht, sondern vielmehr unter das Verbreiten von Inhalten. Der Grund dafür liegt nahe. Sendungen werden heruntergeladen und sind somit ständig verfügbar.

Die Gema hat sich indessen geeinigt. Auf www.Gema.de kann man eine Sendelizenz erwerben, wobei man 5 Ausschnitte von 50 Sekunden an Songs in seinem Podcast einbinden darf. Das sollte für Intros und Musikalische Untermahlungen reichen.Zudem gibt es auch noch das Podsafe Musik Netzwerk. Dazu gehören die Seiten www.soundclick.com und www.MP3.com . Dies ist Musik von Künstlern, die nicht bei der Gema oder anderen Verwerungsgesellschaften angemeldet sind. Diese Musik kann also getrost in nicht kommerziellen Podcasts verwendet werden.

Unter der Seite Links habe ich viele Links um das Thema Podcasting eingefügt. Viel Spaß beim Podcasten.

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