Die ersten Entwicklungen bei der Entstehung der techno Musik…
Techno entwickelte sich in Detroit aus Jazz- und Souleinflüssen mit einem „housigem“ Beat. 1972 landet Gorge Kinsley mit “Popcorn” den ersten Hit, der schon ähnlich wie Kraftwerk, fast völlig auf elektronischer Klangerzeugung basiert. Unangefochten gilt jedoch die deutsche Gruppe “Kraftwerk” als Begründer des Techno.
1975 bringen sie bereits ihr viertes Album “Autobahn” auf den Markt. Dieses Album schafft es sogar in die Amerikanischen Hitlisten. Von nun an soll es viele Musiker inspirieren und zu eigenen neuen Ansätzen bewegen. Die Welle des Synth-Pop läuft an.Brian Eno, der zuvor bei “Roxy Music” tätig war gründet 1975 das “Obscure Records” Label, welches sich auf “Ambient Music” spezialisierte. Ein Jahr später veröffentlicht Jean-Michel Jarre sein Meisterwerk “Oxygéne”. Dieses Erfolgsalbum schlägt wie eine Bombe ein und verkauft sich über acht Millionen Mal. 1977 bringt Giogio Moroder, Erfolgsproduzent aus München, die Sängerin Donna Summer unter Vertrag. Er produziert mit ihr den Hit “I Feel Love”. Zeitgleich in diesem Jahre produzierten auch “Kraftwerk” ihr neues Album “Menschmaschine”. Bei diesem Titel ist die Besonderheit bzw. Gleichstellung zwischen Mensch und Maschine unverkennlich. “Moroder” und “Kraftwerk” bildeten zu dieser Zeit die Szene. In den 80er Jahren mutiert “Synth-Pop” mehr und mehr zu „House-Music“. Obwohl Disco-Music in den Staaten bereits für tot erklärt wurde, lebte sie ab 1980 im schwarzen Gay-Underground von Chicago und New York weiter. Entscheidend hierfür sind zwei legendäre Discos. In New York befindet sich zum einen das “Paradise Garage”, in dem DJ Larry Levan nächtelang Underground-Klassiker auflegt. Hier entsteht auch der Stil “GarageDisco”, der später zu “Garage House” wird. Zur gleichen Zeit legt zum anderen im Warehouse in Chicago DJ Frankie Knuckles von Samstags abends bis Sonntags mittags seine Platten von Disco bis Euro-Importen auf. 1984 wurde in Frankfurt die Diskothek “Technoclub” eröffnet. Es war die erste Disco, die deutschlandweit nur elektronische Musik spielte. 1985 entstand das Kultlabel “Trax Records”. Im folgenden Jahr entstand eine neue Variante der Technomusik, “Acid-House”. Die Macher dieses neuen Trends sind “Phuture”, die auch auf dem Lable “Trax Records” ihre “Acid Tracks” herausbringen. Kurze Zeit später wurde von “Finger´s Inc.” ein weiterer Stil eingeführt, der sog. “DeepHouse”. Dieser Style zeichnet sich durch eine Vielzahl jazziger Elemente und durch gesampelte Vocals aus. Weiterhin erlangten “Steve ‚Silk‘ Hurley” mit seinem Riesenhit “Jack your Body” und in Deutschland der Produzent “Sven Väth” mit “Elektrica Salsa” höhere Popularität. Dieser Track wurde zu einem Clubhit inganz Europa. Im Untergrund fanden nun stetige Entwicklungen statt.Ab Mitte der 90er Jahre wurde Techno zunehmend kommerzieller. In dieser Zeit verschwand er aus Amerika und kam fast vollständig nach Deutschland und Europa. So landeten auch die ersten amerikanischen House Platten in den Regalen der deutschen Läden. Bereits 1990 wurden die deutschen Plattengeschäfte mit elektronischen Produktionen überschwemmt. Jede Woche erschienen immer mehr Neuheiten in den Bereichen New Beat, Acid, House und Techno.
Von nun an waren achtstündige Dj-Sets ohne Wiederholungen keine Seltenheit mehr. Mit Westbam in Berlin und Dj Talla in Frankfurt entstand eine neue Dj Szene.
Im Juli 1989, vier Monate vor dem Fall der Mauer, hatten Dr.Motte und Dj Kid Paul die verrückte Idee, einen Lastwagen zu mieten. Dieser wurde mit einer Anlage bestückt, um so auf dem Kurfürstendamm auf und ab zu fahren. Das sprach sich schnell herum und man sah vier Stunden lang einhundertfünfzig Raver hinter dem Wagen durch die Stadt tanzen. Die Loveparade war geboren. Das Motto lautete (eindeutig von Hippiezeiten inspiriert):Peace, Love, Unity & Respect For Another. Die Love Parade wurde neben der Mayday zum größten Technoevent.
Vor allem am 9.November 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer wurde Techno zum Soundtrack des wiedervereinigten Deutschland. Der Berliner DJ und Produzent „Westbam“ glänzt auf Tanzveranstaltungen durch seine Non-Stop-Music. Er mischt Disco und Soulplatten auf unbegreifliche Weise zusammen, sodass aus verschiedensten Stücken ein endloses Meisterwerk wird.
In diesem Jahr versucht er die erste Berliner House-Party zu organisieren. Von der „High-Energy-Schwulenszene“ vielleicht abgesehen, hatte Berlin zu dieser Zeit noch keinen reellen Dance-Untergrund. Aber dieser entwickelte sich in Berlin rascher, als in jeder anderen deutschen Stadt. Die erste Mayday fand Im Dezember 1991 statt. Schon damals waren Marusha, Sven Väth etc. dabei. 1995 wurde die Mayday zum Mega-Event.
Techno dient immer noch als Oberbegriff der der vielen Stile elektronischer Musik. Der massenhafte Zulauf begründet sich, weil:- die Toleranz in Kleidung, Verhalten und Denken sehr groß ist
– keine einschränkenden Regeln vorhanden sind und der Sound Massenkompatibel ist, er ist meist für die Menge konzipiert
– man diese Musik sehr intensiv wahrnimmt, besonders im Club
-es keinen vorgeschriebenen oder idealen Tanzstil gibt, wie in anderen Musikrichtungen. Man lässt sich von der Musik leiten und jeder verleiht diesem so seine individuelle Note. Die wichtigsten Stile der Technomusik: * “Synth-Pop” “Synth-Pop” ist die wohl erste elektronische Musik. Von harten Bass-schlägen in monoton gleich bleibendem Takt, wie man es von heutiger Technomusikgewöhnt ist, kann hier noch keineswegs die Rede sein. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Pop-Rhythmus, der mit den ersten Synthesizerklängen übermalt ist. Wie es der Name bereits sagt. Den ersten Synthesizerhit landete George Kingsley mit dem Lied “Popcorn” im Jahre 1972. *“Acid” “Acid” ist auch nur wieder ein Oberbegriff für zahlreiche Untergeordnete Stile, wie “Acid-House” oder “Acid-Trance”. Charakteristisch für “Acid” sind die quietschenden Sounds des “Roland TB 303” Synthesizers, welcher für die Produktion eines “Acid”-Tracks unumgänglich ist. Einst wurde dieser Synthesizer für die Unterstützung von Gitarrenmusik entwickelt, fand bei dessen Anhängern jedoch nicht viel Anklang und hatte nach zufälliger Entdeckung zweier Technoproduzenten aus Chicago seinen festen Platz in der “Acid”-Szene. Der Beat bleibt bei dieser Stilart eher langsam und zurückhaltend. Hörbar werden diese “Acid”-Geräusche zum Beispiel auf den ersten Platten von Prodigy. * “House”
“House” ist die wohl populärste Stilart von Techno. Die Hauptelemente sind groovige Hihats und Claps. Die Geschwindigkeiten der Housemusic liegt bei ca. 100 bis 130 bpm. Wie auch bei den meisten anderen Stilarten haben sich bei der Housemusic verschiedenste Styles entwickelt. So zum Beispiel “Vocal House”. Hier wird meistens aus älteren Soulstücken Gesang gesampelt. Eine der ersten Formen der Housemusic ist “Detroit House”, welcher etwas dumpfer und schneller klingt. Sobald “House” mit mehreren Percussion-Instrumenten versehen wird, nennt man ihn “Harthouse”. * “Jungle” “Jungle” ist der für London typische Musikstil. Duke Ellington führte diesen ein, indem errasant rückwärts laufende “Jazz-Drum-Patterns” mit “Hip-Hop Drumloops” kreuzte und dies mithochgepitchten “Reggae-Grooves” übermalte. Jungle ist mit 140 – 160 bpm der bisher schnellste Rhythmus aus England. * “Drum & Bass” “Drum & Bass” ist mehr oder weniger ein Produkt der “Jungle”-Musik, obwohl es in derGeschwindigkeit deutlich langsamer ist. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch wegen der oft eingebauten jazzigen Elementen ist es eine eher leichte und ruhige Musik. Das gewirbelte Schlagwerk mit Betonung auf der ersten und viereinhalbten Zählzeit und die geschleiften Drumloopssorgen für den bei “Drum & Bass” typischen Breakbeat. “Drum & Bass” entstand genau wie “Jungle” in London. Die genauere Geburtsstätte ist das “Blue Note”, eine Discothek im Londoner Zentrum, welches die Residenz der “Metalheadz” ist. “Metalheadz” ist das wohl bekannteste “Drum & Bass” Label. Es wurde vom Londoner DJ “Goldie” gegründet. Die deutschen “Drum & Bass” Zentren sind Mannheim, Köln und Berlin. * “Trance” “Trance” ist eine Mischung aus langsamen Beats, ca. 120 bpm, und monotonen, sich durchgehendwiederholenden Elementen von “Ambient” Geräuschen und Synthesizer-Sounds. Der Beat ist gradlinig und nicht gebrochen. Das Charakteristischste an “Trance-” Musik sind die weichen und durchgehenden Flächen, die den Hörer zum “Abheben” bringen. Aus diesem Grund ist “Trance”-Musik neben “Ambient” auch die in den “Chill-Out-Areas” (Entspannungsräume auf Technoparties) am meisten gespielte Musik. * “Gabber”
“Gabber” ist der “Speed-Metal” der Technoszene. Mit 180-500 bpm ist “Gabber” die schnellste aller Technoarten. Holländischer “Speed-Gabber” geht an die Grenzen des erträglichen. Selbstverständlich gibt es auch langsamere Arten von “Gabber”, was dann wiederum “Happy Hardcore”genannt wird, und mit 160 bpm und aufwärts schon “leichter” tanzbar ist. * “Goa”
“Psychodelic Goa Trance”, wie es auch genannt wird, hat seinen Ursprung in der indischen ProvinzGoa. Sven Väth war es, der aus seinem jährlichen Urlaub in Goa diesen Sound mitbrachte und der “Hardcore”-Szene in Europa entgegen setzte. Sein Album “Accident in Paradise” definiert diesen Sound. * “Dub”
“Dub” ist moderner, clubtauglicher, elektronischer “Space-Reaggae”. Entstanden ist “Dub” auf Jamaika, als die dort ansässigen MCs die “B-Sides” ihrer Platten, auf denen die Stücke der “A-Sides” instrumental aufgenommen wurden, im Studio remixten. Die für “Dub” typische Form des Remixen ist der hintereinander gekoppelte Einsatz verschiedener Effekte, hauptsächlich Echo,Delay und Hall. * “Minimal”
Als Minimal Techno bezeichnet man eine moderne Stilrichtung des Techno, die sich durch minimalistische Arrangements auszeichnet.Es ist im wesentlichen eine experimentelle Weiterentwicklung des traditionellen Techno aus Detroit. Meist bestehen die Minimal-Techno-Tracks nur aus den typischen Four-To-The Floor Drums (klassisch hierfür die Sounds des Drumcomputers TR 909), Synth-Bass und Effekten. Es wird mit einzelnen Klängen, Klangvariationen und Unregelmäßigkeiten in der sonst monotonen Struktur der Komposition experimentiert. Oft werden überraschende Effekte oder fragmentierte Melodien eingestreut. Grundsätzlich ist Minimal Techno dennoch atonal * , es gibt aber einige Ausnahmen.Durch die eher niedrige Geschwindigkeit und die starke Monotonie kann diese Musik sehr hypnotisch wirken und wird sowohl auf der Tanzfläche, als auch im Chill Out -Floor gespielt. (Atonal)* : Atonale Musik oder Atonalität bezeichnet allgemein eine Musik, deren Harmonik und Melodik nicht auf ein tonales Zentrum bzw. einen Grundton fixiert ist. Eines ist sicher: Technomusik ist die Musik unserer Zeit und weniger vergleichbar mit vergangenen Musiktrends , als je ein Musikstil zuvor.Deshalb ist es schwer zu glauben, dass selbst die Technomusik ihren Standpunkt der Weiterentwicklung vorheriger Musiktrends verdankt. Autor: Sebastian Plössner http://www.myspace.com/sebastianploessner

Super Bericht. Viele Grüße, Vanessa von Loveparadebilder.de
Ja, echt super geschrieben. Allerdings fehlt die Quellenangabe
Voll geil, endlioch hab ich mal die einzelnen Stile und arten im Vergleich, das hilft schon sehr sich zurecht zufinden im Wirr warr der Tekkno stile. Mein chef im Tonstudio war übrigens bei der ersten Loveparade dabei, demnach muss das schon n sehr geiles erlebnis gewesen sein, hätte sowas auch gerne erlebt, aber ich war damals 5 oder so.
Dennoch, Tekkno bleibt die Musik der Zeit, das stimmt, und es wird sich noch viel daraus ergeben!